beatbar

Zwischen Electroacoustic und LoFi-Cøre. Elektrisches trifft auf Chanson-Punk-Pop’n’Roll. Mit Bass, Cajon, Gitarre, Ukulele, Harp, Gesang – und Electribe.

Stef Awramoff – Gesang, Ukulele, Electribe
Svea Herrmann – Bass, Gesang
Ricardo Rodriguez – Cajon, Percussion
Katja Merx – Gesang, Ukulele, Kleinkram
Eric Limberg – Gitarre
Peter Haferland – Harp

beatbar macht Electroacoustic – und ohne Strom LoFi-Cøre. Man könnte auch sagen: Chanson-Punk-Pop’n’Roll mit Beats. Mal schnell und krachig, mal langsam und sutsche ramentert sich die hannoversche Band durch den Kosmos des musikalisch Machbaren. Elektronische Sounds mischen sich mit Cajon und Percussion, die Gitarre tändelt mit der Harp, während Bass und Ukulelen sich rhythmisch zum Gesang austoben. Zwischendurch vielleicht noch das eine oder andere Pling. Lag der Schwerpunkt der Band in ihren Anfängen 2013 eher auf akustischer Musik, experimentiert sie mittlerweile mit elektrischem Wumms. LoFi-Cøre wird nun immer öfter mit dem Electribe kombiniert, der mal mit wummernden Beats, mal mit sanftem Klick den akustischen Part ergänzt.

Glitzer, Glanz und Gloria. Am 26. August 2017 veröffentlichte beatbar das Albums IN DER PARK : Gewagte Tiersongs, melancholische Gangsterschmonzetten, Trinkerhymnen, Neonlichtarien und Ukuladykram. LoFi-Cøre im Konzentrat.

Mit der neuen CD RECORD, die am 30. April 2018 erscheint, rückt der Stilmix Electroacoustic in den Fokus. Eine knallbunte Tüte Abwechslung mit dem Space-Indie-Song „Record From The Past“, dem 70ies-Dance-Song „In My Lungs“, dem 60ies-Gitarrenrocksong mit Beat „Million Matches“, dem Disko-Smasher „Whole Night Sleeping“ sowie der Baglama-Schnulze „Next“ oder dem Uki-Song „Little Bottle“, der am alten beatbar-Style anküpft. Produziert, aufgenommen, gemischt und gemastert von Gregor Hennig im Studio Nord Bremen.


Who is eigentlich who?

Die beatbars blicken – wie könnte es anders sein – auf langjährige Musiker*innen-Laufbahnen zurück. Bands kamen und gingen, die Hälfte von beatbar machte schon in diversen Combos zusammen Musik. Hier ein kleiner Überblick über die komplizierten musikalischen Verstrickungen der letzten Jahrzehnte:

Nachdem Stef mit Ice-cream in the Microwave ihre musikalische Karriere in den 80ern startete, gesellten sich schon bald Svea und Eric zu ihr und gründeten ihre erste gemeinsame Band: Fools Paradise. Daraus wurden dann Die Pop-Perlen, wenig später strich man das Pop aus dem Namen und avancierte zu Die Perlen. Sie blieben ihrem Musikstil, dem Lutscher-Pop, allerdings treu und tourten in den 90ern als The Primaries schließlich erfolgreich durch Hannover und die Region, nahezu durch ganz Deutschland und ein kleines bisschen durch Polen. Ihr Nebenprojekt, die No Babies, wurde nicht ganz so berühmt, war aber auch ganz niedlich. Das gemeinsame Projekt von Svea und Eric, die Band Morton and the deaf Frogs, glänzte durch philosophisch-melancholische Kapriolen – Musik mit Verstand eben. Während Eric in den 90ern bei Cosmo Zaloom einstieg, mit den Mangrooves (2008-2015) in die Reggae-Szene abtauchte und bei Koro Boni spielte, suchte Stef außerdem bei Die Angler und Mandra Gora Lightshow Society ihr Glück, um Ende der 90er / Anfang der 00er mit der Band CZECH, bei der auch Svea kurz darauf mitmischte, eine Menge Spaß zu haben. Doch irgendwann waren auch diese Zeiten vorbei, neue Bands leuchteten am goldenen Pop-Himmel… Na gut, weder Bite the Dog noch Turbo Cojones spielten Pop, Stef machte trotzdem mit. Bei Turbo Cojones lernten sich Stef, Ricardo, der schon mit Paco de Lucia auf der Bühne stand und lange Zeit Isabelle Geffroy alias ZAZ mit dem Cajon begleitete (Okay, war nur’n Scherz! Er träumt davon. Spanisches Temperament.), sowie Rafa Litzbarski – bis September 2015 noch Gitarrist bei beatbar – kennen. Neue Bandideen schwirrten durch die Luft. Und so taten sich zunächst Svea, Stef und Katja zusammen, holten Ricardo und Rafa mit ins Boot und – zack! – war beatbar im Frühjahr 2013 am Start. Katja kann nicht unbedingt als alter Hase im Musik-Biz bezeichnet werden, beschränken sich ihre Erfahrungen doch überwiegend auf unzählige Proben im Übungsraum. In den 90ern war sie bei den Bands Patchwork, Van Diemen’s Band und hard’n’heavy Toxic aktiv, die kennt aber kaum jemand, weil sie so gut wie nie aus ihren Katakomben herauskamen und mehr probten als auftraten. Ab 2004 driftete Katja ohnehin in die Literaturszene Hannovers ab. Für einen Gastauftritt beim Béi-Chéz-Heinz-Cover-Festival 2015 engagierte beatbar sowohl Eric an der Gitarre als auch Peter an der Harp. Peters steile Musiker-Karriere begann bereits 1985 bei der Skiffle-Band Fitchidy Feet, später spielte er viele Jahre Harp bei den Bluesrockern Hungry Daze, um schließlich mit der Band MBB (Main Bus B) beim Folk-Country-Blues zu landen. Eric und Peter gehören seit Mitte 2015 fest zu beatbar.